Was ist kolloidales Silber? Physikalische Grundlagen, PPM und Qualität

Einleitung & Definition

Ein Kolloid bezeichnet einen Zustand, in dem ein Stoff (in diesem Fall Reinsilber) in einem anderen Stoff (in diesem Fall hochreinem Wasser) in extrem feiner Verteilung vorliegt. Die Silberpartikel lösen sich dabei nicht wie Salz oder Zucker im Wasser auf, sondern bleiben als eigenständige, winzige Festkörper im Medium in Schwebe.

Man spricht hierbei von einem heterogenen System. Bei hochwertigem Silberwasser liegen die Silberpartikel in Größenbereichen von 1 bis 100 Nanometern (nm) vor. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 80.000 Nanometer dick.


Der elektrostatische Schwebezustand (Brown’sche Molekularbewegung)

Warum sinken die Silberpartikel trotz ihres Eigengewichts nicht auf den Boden der Flasche?

Während des elektrochemischen Herstellungsverfahrens laden sich die feinen Silberpartikel mit einer gleichpoligen (positiven) elektrischen Ladung auf. Da sich gleichgeladene Teilchen gemäß den Grundgesetzen der Elektrostatik abstoßen, stoßen sich die Silberpartikel im Wasser kontinuierlich gegenseitig ab. Diese permanente Abstoßung in Kombination mit der thermischen Eigenbewegung der Wassermoleküle (Brown’sche Molekularbewegung) hält das Silberkolloid stabil in Schwebe.


Die zwei Bestandteile: Ionen vs. Partikel

In jedem frisch hergestellten Silberwasser existieren zwei Erscheinungsformen von Silber nebeneinander:

  1. Silberionen ($Ag^+$): Einzelne Silberatome, denen ein Elektron fehlt. Sie sind gelöst, positiv geladen und chemisch äußerst reaktiv. Ionen machen oft 75 % bis 90 % der Gesamtmenge bei der Niedervolt-Elektrolyse aus.
  2. Silberpartikel ($Ag^0$): Metallische Komplexe aus mehreren hundert bis tausend Silberatomen. Sie bilden das eigentliche „Kolloid“. Sie sind stabil, reagieren langsamer, sorgen aber für eine nachhaltige Langzeitwirkung im Körper.

Ein optimales Produkt für die innere und äußere Anwendung kombiniert beide Formen: Die Ionen sorgen für die schnelle Akutwirkung, während die kolloidalen Partikel als Magazin dienen, aus dem im Körper fortlaufend neue Ionen freigesetzt werden.


Die Maßeinheit PPM (Parts per Million)

PPM steht für Parts per Million (Teile pro Million) und gibt die Gesamtmassenkonzentration an Silber im Wasser an:

$$\text{1 ppm} = 1 \text{ mg Silber pro 1 Liter Wasser (mg/l)}$$

  • 10 ppm: Entspricht 10 mg Silber pro Liter. Ideal für empfindliche Schleimhäute, Augen, Ohren und Inhalation.
  • 25 ppm: Der weltweite Standard für die universelle innere und äußere Anwendung. Bietet das beste Verhältnis zwischen Teilchengröße und Konzentration.
  • 50 ppm und höher: Für gezielte, punktuelle Lokal-Anwendungen.

Wichtiger Merksatz: Höhere PPM-Werte bedeuten nicht automatisch bessere Wirkung! Bei zu hohen PPM-Werten (über 50 ppm) neigen die Silberpartikel dazu, sich zusammenzulagern (Agglomeration). Dadurch vergrößert sich die Teilchengröße, die Gesamtoberfläche schrumpft und die biologische Wirksamkeit nimmt ab.


Qualitätsmerkmale von hochwertigem Silberwasser

Hochwertiges kolloidales Silber erkennst du an folgenden Faktoren:

  • Farbe: Zwischen 10 und 25 ppm ist eine frische Lösung weitgehend farblos bis ganz leicht blassgelb. Eine dunkle, braune oder graue Färbung deutet auf zu große Teilchen (Agglomeration) oder Verunreinigungen hin.
  • Tyndall-Effekt: Wird ein roter Laserstrahl durch das Glas geworfen, ist der Lichtkanal im Wasser deutlich sichtbar. Das Streulicht entsteht an den mikroskopisch kleinen Silberpartikeln.
  • Inhaltsstoffe: Ausschließlich reines Wasser (Aqua dest. / Bi-Destillat) und Feinsilber (mindestens 99,99 % / Ag9999). Keinerlei Salze, Proteine oder Stabilisatoren!

Schreibe einen Kommentar